DER ERZIEHUNGS-STIL-TEST


 

Welchen Erziehungs-Stil haben Sie?


 

Erziehung in der heutigen Zeit teilt sich in drei Grundtypen auf:


 

Der gesunde Menschenverstand und die Liebe zum eigenen Kind sind fester Bestandteil jeder Erziehung. Darüber hinaus haben sich aus der Vielzahl unterschiedlicher Konzepte und Richtungen, nicht zuletzt auch beeinflusst durch die Reformpädagogik, drei Grundtypen herauskristallisiert.

  1. Autoritärer Erziehungstyp: konsequent und organisiert (möglicher Nachteil: wenig herzlich und unnachgiebig)

  2. Demokratischer Erziehungstyp: flexibel und diplomatisch (möglicher Nachteil: das Kind bekommt zu früh zu viele Entscheidungsmöglichkeiten oder versteht diplomatisch formulierte Aussagen noch nicht)

  3. Laisser-faire-Erziehungstyp:verständnisvoll und nachgiebig (möglicher Nachteil: zu leger, Grenzen werden – wenn doch einmal aufgestellt – nicht mehr eingehalten)


 

Jedes Konzept für sich kann im entsprechenden Lebensumfeld sinnvoll und wirksam sein. Chaotische, energetische Kinder brauchen in der Regel mehr und konsequentere Führung als sensible oder nachdenkliche, die mit ausführlichen Gesprächen oft besser zu erreichen sind als mit strengen Anweisungen.


 

Machen Sie den Test: Welchen Erziehungs-Stil praktizieren Sie?


 

In typischen Alltagssituationen zeigt sich meistens sehr schnell, welcher Erziehungsstil hinter einem Verhalten steht. Beantworten Sie die folgenden Fragen und erfahren Sie, wo Ihre Schwerpunkte in der Erziehung liegen. Natürlich kommt in den meisten Fällen eine Mischung der unterschiedlichen Stile vor.


 

Antwort 1 steht dabei immer für den „Autoritären Erziehungstypen“, Antwort 2 für den „Demokratischen Erziehungstypen“ und Antwort 3 für den „Laisser-faire-Erziehungstypen“.


 

Ein Tag im Freien – Ihr Kind spielt in einem kurzen T-Shirt herum und

vergisst die Zeit. Eine Pause würde ihm guttun, denn es scheint zu frieren.

Doch Ihr Kind will weiterspielen. Wie reagieren Sie?

 

O Bevor mein Kind krank wird, setze ich eine Pause lieber rigoros durch.

Da gibt es keine Diskussionen, denn ich weiß genau, was für mein Kind

gut ist.

 

 

O Ich erkläre meinem Kind, dass es sich ein bisschen aufwärmen soll,

damit es nicht krank wird. Das mache ich solange, bis mein Kind einsichtig

 ist.

 

 

O Ich möchte das Spiel meines Kindes nicht unterbrechen und denke,

wenn es richtig friert, kommt es schon von allein. Eine Erkältung nehme

ich dabei in Kauf.

 

 

 

Ihr Kind hat ein neues Computer-Spiel bekommen und probiert es

begeistert aus. Ausnahmsweise möchte es heute den Nachmittagssport

deswegen mal ausfallen lassen. Wie reagieren Sie?

 

O Solange mein Kind nicht ernsthaft krank ist, muss es seine Freizeit-

verpflichtungen einhalten und zum Sport gehen. Darüber diskutiere ich

nicht, sonst reißt so ein Verhalten ein.

 

 

O Ich überzeuge mein Kind, dass es seinen Sport nicht ausfallen lassen

soll, weil die anderen schon mit ihm rechnen. Wir vereinbaren, dass es

am Abend weiterspielen darf.

 

 

O Ich kann gut verstehen, dass das neue Spiel faszinierend ist, und lasse

mein Kind einfach in Ruhe weiterspielen.

 

 

 

Ihr Kind hat im Bad Ihre Kosmetikartikel entdeckt und nicht nur sich,

sondern auch den Badezimmerspiegel kreativ verziert. Wie reagieren Sie?

 

O Mein Kind muss lernen, dass es nicht an die Sachen anderer gehen darf.

Daher lasse ich es erst das Bad sauber machen, und dann bekommt es

noch eine leichte Strafe, vielleicht Fernsehverbot.

 

 

O Ich registriere das Interesse meines Kindes und stelle ihm eigene

Schmink- und Kosmetikartikel in Aussicht. Anschließend putzen wir

gemeinsam das Bad.

 

 

O Ich freue mich über die Kreativität und Fantasie meines Kindes und

schicke es unter die Dusche. Das Bad putze ich am Abend selbst.

 

 

 

Ihr Kind hat im Haushalt Pflichten. Es ist z.B. dafür verantwortlich, dass

der Abfall abends in die die Abfalltonne entleert wird. Leider klappt das

nicht so gut, Ihr Kind vergisst seine Aufgabe regelmäßig.

Wie reagieren Sie?

 

O In einer Familie muss jeder seine Aufgaben erfüllen, sonst klappt das

Zusammenleben nicht. Wenn mein Kind seine Pflichten vergisst, muss es

die Konsequenzen tragen, etwa am nächsten Tag eine zusätzliche Aufgabe

übernehmen.

 

 

O Wenn mein Kind seine Aufgabe vergisst, erinnere ich es daran. Oft

bringen wir dann abends den Müll gemeinsam zur Tonne. Mit der Zeit

wird es dann lernen, dies auch regelmäßig alleine zu tun.

 

 

O Ich finde es nicht so schlimm, wenn mein Kind den Müll vergisst, und

mache es schnell selber. Schließlich soll es eine unbelastete Kindheit

verbringen.

 

 

 

Ihr Kind hat sich in der Schule einem Klassenkameraden angeschlossen,

den Sie aus verschiedenen Gründen für keine gute Wahl halten. Sie sind

besorgt. Wie reagieren Sie?

 

O Ich halte mein Kind noch für zu jung, um sich seine Freunde selber

auszusuchen. Es darf diesen Kontakt in der Freizeit nicht ausbauen,

sondern soll sich andere Freunde suchen.

 

 

O Ich lasse mein Kind seinen neuen Freund zu uns nach Hause einladen.

Nachdem der Besuch weg ist, spreche ich mit meinem Kind über den

Verlauf des Nachmittags. Kritische Situationen werden ihm so vielleicht

besser klar, und es kommt vielleicht selbst zu dem Schluss, dass er den

Kontakt möglicherweise von selbst abbricht.

 

 

O Mein Kind darf sich seine Freunde selbst aussuchen, da mische ich mich

 nicht ein. Ich halte mich zurück und sage nichts.

 

 

 


 

Sind Sie im Moment nicht vollkommen zufrieden mit den Ergebnissen Ihrer Erziehungsbemühungen? Vielleicht kann es helfen, den Erziehungs-Stil etwas zu adaptieren...